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Nicht jeder braucht gleich Abitur

Ein Hund muss weder auf dem Sportplatz Trophäen einheimsen noch den perfekten Gehorsam bei Prüfungen beweisen. Doch einige Lektionen der Grunderziehung sollte er beherrschen. Denn das macht das Leben für ihn und mit ihm einfacher und vor allen Dingen stressfrei. Lesen Sie, was auch Ihr Hund können muss.

Hundecharaktere sind so verschieden wie die von uns Menschen. Es gibt Streber und Dickköpfe, Jäger und Sammler, Sensibelchen und Hartgesottene. Was die einen mit links und gerne lernen, ist für die anderen Schwerstarbeit. Nicht anders steht es um die Halter. Auch unter ihnen sind solche, die sich einen Hund wünschen, der immer an ihrer Seite bleibt, auf ein Wimpernzucken Kommandos befolgt und dabei noch fröhlich mit der Rute wedelt. Und solche, die sich einen Hund wünschen, der draußen die Welt entdeckt und mit Artgenossen spielt und sich daheim verwöhnen und beschmusen lässt.

Doch egal, welche Wesenzüge Ihr Hund hat und welcher Typ Hundehalter Sie sind: Ein paar Grundbegriffe der Hundeerziehung müssen Sie als Team beherrschen. Das erspart Ihnen viel Ärger mit anderen, Stress und Ängste um Ihren Hund und erleichtert auch demVierbeiner das Leben. Denn Hunde lieben feste Regeln. Die folgenden sechs Lektionen sind ein Muss für jeden Hund und seinen Halter.


Ein Hund sollte, wenn er angeleint ist, sich dem Tempo und der Richtung seines Menschen anpassen, sodass die Leine selten gespannt ist, aber auch nicht total durchhängt.

Warum?
Ein Hund, der seinen Menschen hinter sich herzerrt, urplötzlich die Richtung wechselt und vorwärtsstürmt oder abrupt stoppt, macht jeden Spaziergang zum Balanceakt. Die gespannte Leine kann zum Fallstrick für den Halter, andere Menschen und Hunde werden. Außerdem schafft das Gezerre auf Dauer beim Menschen die Bandscheiben und beim Hund Schäden an Nacken und Wirbelsäule. Einen leinenführigen Hund können Sie dagegen aus jeder Gefahrenzone leicht herausführen.

Beispiel
Sie machen mit dem angeleinten Hund einen Einkaufsbummel über einen Markt. Hinter Ihnen und vor Ihnen bewegen sich viele andere Menschen mit Einkaufstüten, Kinderwägen etc. Um ungehindert vorwärtszukommen, lenken Sie den Hund mal auf Ihre rechte, dann wieder auf die linke Seite. Kein Problem, wenn er leinenführig ist. 

Das Training
Damit der Hund die Leine als Hilfestellung und nicht als Handicap begreift, muss das Leine-Laufen für ihn ein interessantes Spiel mit Erfolgserlebnis sein. Sie können mit einer Belohnung vor seiner Nase beginnen oder einem Spielzeug, dem er folgt. Beides ist sofort außer Reichweite, wenn die Leine auf Zug gespannt ist. Wechseln Sie dann gleich die Richtung – wieder mit einem Lockmittel. Ändern Sie auch öfter das Tempo und geben sich begeistert (mit oder ohne Belohnung), wenn der Hund Schritt hält. Tut er’s nicht, folgt wortlos ein Richtungswechsel, oder Sie bleiben stehen, bis sich die Leine entspannt. Keine Angst, der Hund versteht sehr schnell, was Sie sich von ihm wünschen. Wenn Sie allerdings immer mal wieder schwach werden und ihn Tempo und Richtung bestimmen lassen, merkt er auch das, und er nutzt es aus. Bleiben Sie also hart, Ihre Konsequenz wird wirklich reichlich belohnt.



Mehr Informationen finden Sie im Heft ab Seite 08.



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