
Warum Hunde bellen
Hunde bellen nicht ohne Grund. Die Ursache für extremes Kläffen liegt meistens im Verhalten des Besitzers. Um das Problem zu lösen, bedarf es meist professioneller Hilfe.
Zwölf Gründe für zuviel Krach
Jeder dritte Hundehalter hat ein Problem: sein Hund bellt zu lange, zu laut, zur falschen Zeit, am falschen Ort. Unkontrollierbares Bellen ist inzwischen einer der am häufigsten genannten Gründe, dafür, dass Hunde im Tierheim abgegeben werden. Ganz schön unfair, wenn man bedenkt, dass der Mensch das Problem erst erschaffen hat. Bei der Zucht vieler Rassen wurde lange Zeit Wert auf einen Hang zum Bellen gelegt und wenn ein ruhiger Typ zum Kläffer wird, sind meistens Versäumnisse und Fehler in der Erziehung schuld daran. Wissenschaftler haben aber noch mehr Gründe für das Anschlagen eines Hundes bzw. "Bell-Typen" identifiziert.
Der Panikbeller
Ein Hund, der aus Angst vor dem Alleinsein lauthals nach seiner Bezugsperson ruft.
Der Untersozialisierte
Hunde, die als Welpen nicht genügend sozialisiert wurden, bellen aus Unsicherheit und Angst, wenn sie auf fremde Hunde oder Menschen treffen.
Der Manipulierer
Solche Hunde haben erkannt, dass sie nur lange genug bellen müssen, um zu bekommen, was sie wollen. Irgendwann gibt ihr Halter auf und gibt ihnen, was sie wollen.
Der Gelangweilte
So ein Hund bellt, weil er viel zu wenig Anregung in seiner Umgebung hat und körperlich wie geistig nicht ausreichend gefordert wird.
Der Altersbeller
Wenn ältere Hunde zu Dauerbellern werden, kann der Grund dafür ein Hörproblem sein oder eine mit dem menschlichen Alzheimer vergleichbare Krankheit.
Der Aufgeregte
Viele kleine Terrier z.B. werden schnell aufgeregt, überdreht, und Bellen ist nur ein Ausdruck für ihre Erregung.
Der Nachahmer
Dieser Bell-Typ taucht dort auf, wo mehrere Hunde gehalten werden, also im Tierheim oder in Tier-Kliniken. Wenn einer bellt, folgen ihm die anderen und bellen auch.
Der Zwanghafte
Das Bellen wird bei ihnen durch eine Erinnerung, eine Verknüpfung mit einem Geräusch, eine Bewegung ausgelöst. Diese Auslöser können völlig unbeabsichtigt mit Bellen verbunden worden sein.
Das Verhalten des Halters hat viel Einfluss auf den Hund
Es ist also häufig das Verhalten des Halters, dass den Hund nervös, dominant oder ängstlich macht und ihn zu einer Dauerbeschallung veranlasst. Man könnte auch sagen, er bellt um Hilfe. Die gute Nachricht ist, dass man das Problem lösen kann, indem man das eigene Fehlverhalten abstellt bzw. versäumte Lektionen der Hundeerziehung nachholt. Damit dies nicht zu einem neuen Machtkampf zwischen Hund und Halter ausartet oder zu weiteren Fehlern führt, ist es ratsam, sich professionelle Hilfe in einer Hundeschule oder bei einem Hundetrainer zu holen.







