Rhinitis

Ein Schnupfen, so harmlos er bei uns Menschen auch sein kann, kann er sich bei Tieren schnell zu einer bedrohlichen Krankheit entwickeln.

Definition

Unter einer Rhinitis ist eine akute bzw. chronische Nasenschleimhautentzündung zu verstehen. Diese kann durch Viren, Bakterien, Pilze, Parasiten, Allergene oder Fremdkörper verursacht werden.

Krankheitsentstehung und -entwicklung

Der Erreger bewirkt eine Schwellung der Schleimhaut. Es wird anfangs ein wässriges und im späteren Verlauf, aufgrund des Austritts von Leukozyten, ein schleimig-eitriges Sekret gebildet. Die Atmung wird durch die Schwellung und das Sekret erschwert.

Klinisches Bild - Symptome

Die Krankheit kann sowohl akut (Rhinitis acuta) als auch chronisch (Rhinitis chronica) verlaufen. Während die akute Form zumeist durch Viren, Allergene oder Fremdkörper ausgelöst wird, resultiert die chronische Form in der Mehrzahl aus der Akuten. Das Hauptsymptom ist Niesen. Durch das Schwellen der Schleimhäute wird zum einen das Atmen erschwert und zum anderen die Geruchsempfindlichkeit beeinträchtigt. Das wiederum drosselt den Appetit und hat Gewichtsverlust und Dehydratation zur Folge. Durch Hinzutreten einer Sekundärinfektion mit Eitererregern kann die Krankheit auch schleimig und eitrig werden. Wenn die oberen Atemwege komplett verlegt sind, beginnt die Mundatmung und nicht selten versucht der Hund durch Kratzen die Atemwege zu befreien. Dies kann jedoch Blutungen provozieren.

Prognose

Bei der akuten Rhinitis ist die Prognose sehr günstig, wenn die Grunderkrankung erfolgreich geheilt wird. Sobald die Rhinitis chronisch wird, wird auch die Prognose zweifelhaft bis ungünstig. Wird Ihr Hund anfängt zu niesen, sollten Sie  einen Tierarzt aufsuchen, um das weitere Fortschreiten der Krankheit zu bremsen.