Chronische Leberkrankheiten

Ist die Leber erkrankt, so muss sie baldmöglichst entlasten werden, sonst droht die Vergiftung des gesamten Organismus.

Definition

Zu den chronische Erkrankungen der Leber gehören die chronisch persistierende Hepatitis, die chronisch aggressive Hepatitis, die chronische Lebernekrose, die Leberfibrose und die Leberzirrhose. Verursacht werden sie durch chrionische virale Infektionen, chronische Vergiftungen, Arzneimittel und als Folge diverser anderer Organerkrankungen.

Krankheitsentstehung und -entwicklung

Im Falle der chronisch persistierenden Hepatitis sind keine klinischen Symptome sichtbar. Die Krankheit wird allenfalls zufällig entdeckt und kann sogar spontan wieder abheilen. Die zweite Form, die chronisch aggressive Hepatitis, ist gekennzeichnet durch die Zerstörung (Nekrose) von Hepatozyten und wurde verhäuft beim Dobermann beobachtet. Einzelne Hepatozyten können wieder ersetzt werden. Jedoch werden die Zelllagen verdoppelt und es lagert sich Bindegewebe ein. Wenn die Läppchenarchitektur noch erhalten bleibt spricht man von einer Fibrose, beim Verlust der Struktur wird der Begriff Zirrhose verwendet.

Klinisches Bild - Symptome

Wie oben bereits erwähnt ist das klinische Bild der chronisch persistierenden Hepatitis, so schwach ausgeprägt, dass es meist nicht auffällt. Die Symptome der aggressiven Form sind schon wesentlich deutlicher. Hier reichen die Symptome von Schwäche und Apathie, über Appetitosigkeit mit krankhaft gesteigertem Durst und erhöhter Urinausscheidung, bis hin zu Erbrechen. In einem fortgeschrittenen Stadium der Leberzirrhose wird der Hund mürrisch, bissig, zeitweise sogar blind und läuft mit gesenktem Kopf umher.

Prognose

Die persiistierende Form der Hepatitis heilt häufig von selbst wieder ab. Die anderen chronischen Lebererkrankungen sind prognotisch zweifelhaft bis ungünstig. Sie sollten aber in jedem Fall die Ernährung Ihres Hundes umstellen, damit die Leber entlastet wird. Fragen Sie Ihren Tierarzt nach einem genauen Diätplan.