Australian Stumpy Tail Cattle Dog
- Bewegungsdrang: hoch
- Erziehungsaufwand: hoch
- Pflegeaufwand: mittel
- Zeitaufwand: hoch
- Klassifikation: FCI Gruppe 1: Hüte- und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde). Sektion 2 Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde)
Der Australian Stumpy Tail Cattle Dog ist auf seinem Heimatkontinent bereits seit dem 19. Jahrhundert bekannt, als man sich bemühte, einen Hund zum Treiben des Viehs zu züchten. Über die Entstehung der Rasse gibt es zwei Versionen. Die eine besagt, dass ein Australier namens Thomas Simpson Hall Nordenglische Hütehunde (Smithfields) um 1830 Uhr mit Dingos kreuzte und so den „Hall‘s Heeler“ schuf. Variante zwei zufolge geht der „Stumpy Tail“ auf einen Viehtreiber namens Timmins zurück, der im gleichen Jahr eine Smithfields-Hündin mit einem Dingo verpaarte und die rote Nachkommenschaft „Timmins Biters“ nannte. Später wurde ein glatthaariger blue-merle-Collie eingekreuzt. Erst im Jahre 2001 erhielt die Rasse ihren jetzigen Namen.
Allgemeines Erscheinungsbild
Der Australian Stumpy Tail Cattle Dog erhielt seinen Namen durch seine kurze Rute, die, obwohl unkupiert, eine maximale Länge von zehn Zentimetern hat. Sein Körper ist gut proportioniert und eher quadratisch, er wirkt sehr robust. Die Augen sind oval und nicht zu groß und haben einen intelligenten Ausdruck. Der Hals muss stark und kräftig sein. Das blaue oder rot gesprenkelte Fell ist kurz, gerade und eher harsch, die Unterwolle hingegen dicht und weich.
Verhalten und Charakter
Der Australian Stumpy Tail Cattle Dog ist ein „Arbeiter“ durch und durch. Er führt seine Treibarbeit am Vieh mit Hingabe und großem Eifer durch. Die Rasse gilt als mutig, wachsam und intelligent und außerdem als sehr aufmerksam. Fremden gegenüber reagiert er zurückhaltend und eher misstrauisch.
Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis
Der Australian Stumpy Tail Cattle Dog will das tun, wofür er gezüchtet wurde: Arbeiten, und zwar am Vieh. Er ist der geborene Treibhund und sollte eine Herde zur Verfügung haben, so dass er artgerecht ausgelastet ist. Will man ihn als reinen Begleithund ohne Hüteaufgabe halten, sollte man unbedingt ausreichend Hundesport betreiben, um den arbeitseifrigen Gesellen auszulasten - sonst verkümmert er.
Erziehung
Ein klassischer Anfängerhund ist der „Stumpy Tail“ nicht, dazu stellt er an seinen Halter zu hohe Anforderungen, richtig ausgelastet zu werden. Dennoch lässt er sich mit Konsequenz, Geduld und liebevoller Art sehr willig erziehen und wird dadurch zu einem gehorsamen und leichtführigen Begleiter, der seine Aufgaben mit viel Freude und Eifer erfüllt.
Pflege
Das eher harsche Haarkleid, das nicht recht lang ist, sollte ab und an gebürstet werden. Recht viel mehr an Pflege erfordert diese recht pflegeleichte Rasse nicht. Beim Fellwechsel sollte der Halter etwas öfter zur Bürste greifen, um die toten Haare der dichten Unterwolle zu entfernen.
Krankheitsanfälligkeit / Häufige Krankheiten
Als reiner Arbeitshund ist die Rasse deshalb sehr gesund und robust. Eventuell sollte an die Problematik des Merle-Faktors gedachtet werden, da dieser in der Rasse auch vorkommt.
Hätten Sie's gewusst?
Wie der Australian Cattle Dog kommt der “Stumpy Tail” weiß auf die Welt, es sind jedoch keine späteren Abzeichen nötig, weil im Gegensatz zum Australian Cattle Dog kein Kelpie eingezüchtet wurde.
DER VDH INFORMIERT
Hier erhalten Sie weitere Informationen zu einzelnen Hunderassen sowie Adressen von eingetragenen VDH-Züchtern.
Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH)
Geschäftsstelle
Westfalendamm 174
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Tel.: 02 31 56 50 00
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