Bouvier des Flandres
- Bewegungsdrang: mittel
- Erziehungsaufwand: hoch
- Pflegeaufwand: hoch
- Zeitaufwand: hoch
- Klassifikation: FCI Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde). Sektion 2: Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde)
Wie es der Name erkennen lässt, stammt dieser Treibhund aus den belgischen und französischen Landesteilen Flanderns. Sie unterstützten die Vieh- und Ochsentreiber lange Zeit bei der Kontrolle der Herden, bevor sie auch als Familienhunde an Beliebtheit gewannen und dadurch eine größere Verbreitung fanden. Als Urväter der Rasse werden Mastiffs gehandelt, die während des niederländischen Unabhängigkeitskrieges von Franzosen in Flandern zurückgelassen wurden. Der Standard der Rasse wurde 1920 festgelegt.
Allgemeines Erscheinungsbild
Der Bouvier des Flandres ist groß und hat einen auffällig kräftigen Körper mit einem breiten Brustkorb. Das Fell ist lang- und rauhaarig und meist creme-weiß, schwarz oder gestromt. Typisch für diese Rasse sind außerdem die Hängeohren und der Schnauzbart. Früher wurden Ohren und Rute kupiert, inzwischen ist dies aber verboten.
Verhalten und Charakter
Die Bouvier des Flandres sind temperamentvoll, unternehmungslustig und dennoch gelassen: Sie bellen nicht, toben nicht und sind vor allem Kindern gegenüber die geduldigsten Freunde. Zugleich sind sie als Hirten- und Bauernhunde mit einer selbstbewussten Ausstrahlung gesegnet. Eine wunderbare Mischung, wie immer mehr Menschen feststellen und der Rasse zu einer neuen Karriere als „Haus- und Familienhund“ verhelfen. Aber: Das ist kein Hund für jedermann, denn sie sind auch sehr eigenwillig bis zur Sturheit. Außerdem sind Bouviers auch noch ruhige, kompromissbereite Hunde, die ihr Temperament erst ins Spiel bringen, wenn es erwünscht oder gebraucht wird.
Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis
Wer einen Hof voller Kinder, Katzen, Kaninchen hat, muss dem Bouvier nichts extra bieten: Der vierbeinige Aufpasser hat genug damit zu tun, alles zusammenzuhalten. Wer das nicht hat, muss sich was ausdenken. Eine Stunde toben bis zum Umfallen zum Beispiel. Auch Hundesport bietet sich an, noch besser ist eine richtige Ausbildung. Wichtig ist, dass der Hund das Gefühl hat, gebraucht zu werden und eine wichtige Aufgabe zu erfüllen.
Erziehung
Bouviers sind lernbereite Hunde. Aber ehe sie auf Befehl etwas tun, wollen sie erst einmal den Sinn und Zweck verstehen. Doch nicht nur deshalb braucht man bei der Erziehung dieses Hundes viel Geduld. Ein Bouvier lernt vergleichsweise langsam, dafür aber gründlich. Was er sich einmal angeeignet hat, kriegt man nicht mehr so leicht aus ihm raus. Deswegen sollte man genau darauf achten, welche Dinge er wiederholt.
Pflege
Sein Fell muss täglich gebürstet und alle drei Monate getrimmt werden. Besondere Aufmerksamkeit erfordern die Pfoten: Das hier vorhandene Haar verfilzt leicht oder bildet Knoten, die für den Hund unangenehm sind.
Krankheitsanfälligkeit / Häufige Krankheiten
Wie bei den meisten großen Hunden besteht eine gewisse Neigung zu Problemen mit den Hüftknochen.
Hätten Sie's gewusst
Bouviers wurden früher auch als Zughunde eingesetzt, unter anderem zogen sie Kähne aus den Kanälen. Bei der Zucht wurde auf die Kraft der Hunde großer Wert gelegt. Das Ergebnis: Ein Bouvier kann bis zum Achtfachen seines Körpergewichtes ziehen.
DER VDH INFORMIERT
Hier erhalten Sie weitere Informationen zu einzelnen Hunderassen sowie Adressen von eingetragenen VDH-Züchtern.
Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH)
Geschäftsstelle
Westfalendamm 174
44141 Dortmund
Deutschland
Tel.: 02 31 56 50 00
Fax: 02 31 59 24 40
E-Mail: info@vdh.de
Internet: www.vdh.de
VDH-MITGLIEDSVEREINE
Bouvierfreunde e.V. Gerd Eirund
Kanzes 4
52525 Heinsberg, Deutschland
Tel.: 0 24 52 6 66 82
Fax: 0 24 52 6 66 82
Deutscher Bouvier-Club von 1977 e.V. Friedhelm Krämer
Gustav-Adolf-Str. 41
47057 Duisburg, Deutschland
Tel.: 02 03 9 40 73 20
Fax: 02 03 9 40 73 65
E-Mail: dbc_gf@arcor.de
Internet: www.deutscher-bouvier-club.de
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