Schapendoes
- Bewegungsdrang: mittel
- Erziehungsaufwand: mittel
- Pflegeaufwand: mittel
- Zeitaufwand: mittel
- Klassifikation: FCI Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde, Sektion 1: Schäferhunde
Ende letzten und anfangs dieses Jahrhunderts kam der Niederländische Schapendoes in den Niederlanden überall dort vor, wo es Heiden und Schafherden gab. Die Hirten schätzten ihn wegen seiner unermüdlichen Arbeitsfreude und seiner Intelligenz. Er gehört in die vielfältige Gruppe der langhaarigen Hirtenhunde mit dicht behaartem Kopf. Er ist verwandt mit dem Bearded Collie, dem Puli, dem Owczarek Nizinny, dem Bobtail, dem Briard, dem Bergamasker und dem deutschen Schafspudel. 1954 wurde der Standard festgesetzt und mit der Führung eines Stammbuches begonnen. Die definitive Anerkennung erfolgte im Jahr 1971.
Allgemeines Erscheinungsbild
Der Niederländische Schapendoes ist ein leicht gebauter, langhaariger Hund. Das dichte Haarkleid ist gut 7 cm lang und leicht gewellt und hat die Neigung, in Büscheln abzustehen. Die üppige Behaarung lässt den Kopf größer und breiter wirken, als er ist. Laut Rassestandard sind alle Fellfarben zugelassen.
Verhalten und Charakter
Wer sich für einen Schapendoes entscheidet, muss in der Regel ein wenig auf einen der begehrten Welpen warten. Doch es lohnt sich, denn man bekommt einen fröhlichen und vergnügten Hund, der mit seinen Besitzern durch dick und dünn geht und dazu auch noch verwegen aussieht. Der Vierbeiner mit dem lustigen Wuschelkopf kommt gut mit Artgenossen und anderen Tieren klar, hat den Charakter eines echten Optimisten und lässt sich zu einem zuverlässigen Begleiter von Kindern erziehen.
Bewegungs- und Beschäftigungsbedürfnis
Als einstiger Arbeitshund braucht das zottige Energiebündel nach wie vor sehr viel Auslauf und am besten auch eine Aufgabe, die seiner Natur entspricht. Der Hund hat einen großen Arbeitswillen, arbeitet auch gerne selbstständig. Zu seiner Natur gehört auch das Bedürfnis, immer in der Nähe seiner Familie zu sein und starke soziale Kontakte zu pflegen. Der Schapendoes ist also kein Hund, den man jeden Tag mehrere Stunden alleine lassen sollte. Da er ausgesprochen intelligent ist, wird er zwar auch mit dieser Situation zurechtkommen, aber er wird unglücklich damit sein. Er ist ein absoluter Familienhund, der sich in einem Umfeld mit vielen verschiedenen Menschen hervorragend einfügt und gut fühlt.
Erziehung
Als ehemalige Schafhüter zeichnen sich die Hunde durch eine große Selbstständigkeit aus. Daher sollte die Erziehung abwechslungsreich, aber konsequent und einfühlsam gestaltet werden. Die Rasse gilt dennoch als leichtführig, denn der Schapendoes bringt seinem Umfeld eine hohe Toleranz entgegen und verzeiht seinem Menschen auch so manchen Fehler in der Erziehung. Aufgrund dieser positiven Eigenschaften ist dieser Hund auch für Anfänger geeignet.
Pflege
Sein struppiges, harsches Haar ist weniger pflegeintensiv, als es sich auf den ersten Blick vermuten lässt. In der Regel reicht es aus, den Hund ein Mal pro Woche zu bürsten.
Krankheitsanfälligkeit / Häufige Krankheiten
Der Schapendoes ist noch sehr robust und ursprünglich. Rassetypische Krankheiten gibt es zum Glück noch nicht.
Hätten Sie's gewusst
Vor seiner Anerkennung als Rassehund wurde der Schapendoes unter verschiedenen Bezeichnungen geführt. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Stamm fast ausgerottet, die Nachzucht begann mit einer Handvoll Exemplaren, der Aufbau der Rasse dauert bis heute an.
DER VDH INFORMIERT
Hier erhalten Sie weitere Informationen zu einzelnen Hunderassen sowie Adressen von eingetragenen VDH-Züchtern.
Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH)
Geschäftsstelle
Westfalendamm 174
44141 Dortmund
Deutschland
Tel.: 02 31 56 50 00
Fax: 02 31 59 24 40
E-Mail: info@vdh.de
Internet: www.vdh.de
VDH-MITGLIEDSVEREINE
Interessengemeinschaft Schapendoes e.V. Hartmut Mohr
Goethestr. 8
35435 Wettenberg, Deutschland
Tel.: 0 64 06 9 09 02 45
Fax: 0 64 06 7 38 69
E-Mail: ddmohr@aol.com
Internet: www.schapendoes.com
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