Warum fressen Hunde Gras?

Noch heute gibt es Menschen, die behaupten, dass ein Gras-fressender Hund der Vorbote schlechten Wetters sei. Tatsächlich spielen sich die atmosphärischen Störungen höchstens im Verdauungstrakt des Hundes ab.

Die gesunde Zwischenmahlzeit

Die These, das grasfressende Hunde Regen ankündigen  erfreut sich großer Beliebtheit. In unseren Breiten mit häufigen Regenfällen ist es sehr wahrscheinlich, dass feuchte Niederschläge mit dem Grasfressen eines Hundes einhergehen. Diese Theorie ist allerdings wissenschaftlich nicht belegt. Die elektromagnetischen Wellen, die für die Wetterfühligkeit der Menschen verantwortlich sein sollen, können beim Hund eventuell Verdauungsbeschwerden hervorrufen.

Im Gras steckt Folsäure

Hunde wie auch Katzen – beide Fleischfresser – kauen gelegentlich Gras, schlucken aber nur geringe Mengen hinunter und sind zudem mehr am Saft als an den festen Bestandteilen interessiert. Katzen sollen sich nach neuesten Erkenntnissen auf diese Weise zusätzlich ein wichtiges Vitamin beschaffen – die Folsäure, die in Pflanzen enthalten ist. Dasselbe gilt möglicherweise auch für Hunde, obwohl es noch eine andere einleuchtende Erklärung gibt.

Gras regt die Verdauung an

In der Regel sind es Verdauungsprobleme, die den Hund Gras fressen lassen. Es liefert einerseits Ballaststoffe, die die Verdauung anregen, und andererseits unterstützt das aufgenommene Gras das Erbrechen, so dass scharfkantige Gegenstände, die der Hund verschluckt hat, wie z. B. Knochen oder anderes Unverdauliches, auf diese Weise erbrochen werden können. Dadurch erfährt der Hund Erleichterung, wobei nicht jeder Hund, der Gras frisst, zwangsläufig erbricht. (Text: Dr. Ulrike Bante/Tierärztin)

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